Roverschaft

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RaiderPLUS

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Als RaiderPLUS kannst du dich bezeichnen, wenn du in allen fünf Bereichen des Pfadfindertums

- Gesundheit

- Bodenhaftung (Sinn für das Konkrete)

- Charakter

- Einsatz (Dienst)

- Glaube

ernsthaft Fortschritte anstrebst,
dich dazu am "Roten Faden" orientierst
und mit deinem Raiderpaten und Geistlichen Begleiter das Optimum aus dir herausholst
sowie die Absicht hast, den Großen Hajk zu gehen.

 

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Tipp des Tages

Um Zeit zu sparen, soll­test du stets das Ende ei­nes Briefes zuerst le­sen. Probier  es aus!


Raider auf dem Weg nach oben



 

Lieber Raider!

Willst Du Dir ein paar Minuten Zeit nehmen? Wozu? Ich stelle Dir die RaiderzeitPLUS vor­.

Lohnt sich das? Wenn Du wissen willst, ob Dir die Raider etwas für Dein Leben bringen kön­nen, sicherlich ja. Sonst nein. Am besten befolgst du dann den „Tipp des Tages“ oben rechts.

Guy de Larigaudie, der berühmte Abenteurer Gottes schreibt:

Es gibt viele Menschen, die beinahe sündenlos leben. Ihr Leben fließt dahin im ruhigen Strom ihres Berufs und ih­rer Familie. Sie erfüllen im großen und ganzen den Willen Gottes in ihrem Alltag. Und doch scheint uns ihr Le­ben schal, ohne Freude ohne Licht; es fehlt ihnen die Liebe zu Gott. Man kann sie mit einem gut gebauten Her­de vergleichen, in dem das Feuer erloschen ist … Sie sind anständige Menschen, anstatt Heilige zu sein.“

Bist du einer, der etwas aus sich machen will? Keiner, der nach der Schule oder Arbeit immer nur vor der Glotze sitzen will und durch alle Programme zappt? Einer, der seinen Daumen noch be­herr­schen kann, auch wenn er eine (Handy-)Tastatur sieht? Keiner, der mit Stöpseln in den Oh­ren seine Gehirnwellen mit Maschinenlärm synchronisiert? Einer der aus den Müllbergen von Mails, Homepages und Links noch herausgucken kann … ?

Herzlichen Glückwunsch! Wenn du die letzten fünf Fragen mit Ja beantworten konntest, bist du ein ganz normaler Homo Sapiens des 21. Jahrhunderts, der … Aber lass mich vorne be­gin­nen:

Hast Du Dir schon einmal über die Freiwillige Feuerwehr Gedanken gemacht? Dort gibt es die ak­tiven Feuerwehrleute und die Jugendfeuerwehr. Die ganze Jugendfeuerwehr hat ihren Sinn da­rin, dass die jungen Leute eines Tages echte Feuerwehrmänner werden. Auf dieses Ziel hin trai­nie­ren sie bereits als Jugendliche. Und auch als Erwachsener käme kein Feuerwehrmann auf die Idee, dass er einmal zu Beginn seiner Laufbahn einen zweiwöchigen Lehrgang absolviert und dann keine Flamme mehr zu fürchten hat. Im Gegenteil: Die Männer üben Woche für Woche. Nur so können sie sich bestmöglich auf den Fall der Fälle vorbereiten. Sie müssen ihr technisches Hand­werkszeug beherrschen und es „nebenbei“ auch an die Jugendlichen weitergeben.

Ich meine, es kommt bei der Feuerwehr aber noch etwas hinzu. Es sind nicht nur die sportlichen He­rausforderungen, der Feuerwehrhelm und die Spritzübungen, die den Jugendlichen im­po­nie­ren. Mit Verlaub gesagt, werden sie auch für einen erwachsenen Feuerwehrmann auf die Dauer kei­ne solche Attraktion sein, dass er freiwillig bei der Feuerwehr ist. Ich glaube auch nicht, dass ihn die finanzielle Aufwandsentschädigung für einen Rettungseinsatz dazu motiviert, Tag für Tag und Nacht für Nacht mit dem „Piepser“ zu leben und sofort alles stehen und liegen zu lassen, wenn das „Ding“ losgeht, ohne zu wissen, was ihn erwartet und ob er die Sache heil übersteht …

Ich bin mir sicher, dass die freiwilligen Feuerwehrleute sich deshalb ihrer Aufgabe stellen, weil sie sich für das Gemeinwohl, für die Rettung von Mensch und Tier aus Gefahr einsetzen wollen. Und damit nicht genug. Die Feuerwehrleute benötigen allesamt die sichtbare und erfahrbare Ge­wiss­heit, dass sie alle diesem Ideal folgen. Das strahlt aus! In der Regel werden die Jugendlichen, die sich nur für Helme, Schläuche und schweres Gerät interessieren, wieder austreten, wenn es ernst wird. Diejenigen aber, die verstanden haben, dass es um so etwas wie echtes Heldentum geht, werden bleiben und sich gegebenenfalls bis zur Hingabe ihres Lebens einsetzen. Jener Feu­er­wehrmann in Lisieux, der vor einigen Jahren unsere Pfadfinderschwester nicht mehr zu retten ver­mochte und selbst sein Leben hingab, hat dies jedenfalls bewiesen.

Ich komme jetzt zum Punkt: Ist die KPE nicht so etwas wie eine Feuerwehrtruppe? Brennt es nicht lichterloh auf dieser Welt? Steht unserer Welt nicht längst das Wasser bis zum Hals? Du wirst Dich fragen: Wo denn? Nun, unsere Brände und Fluten ereignen sich sowohl auf na­tür­li­chem (wie bei der Feuerwehr) als auch auf übernatürlichem Gebiet. Bei dem einen klemmt’s mit der Gesundheit, beim nächsten mit dem Sinn für das Konkrete. Bei wieder einem fackelt gerade der Charakter oder seine Einsatzbereitschaft ab oder sein Glaubensleben ist Land unter.

Auch unsere freiwillige Rover-Feuerwehr („… aus freiem Willen …“ – Ich nehme an, Du kennst das 7. Pfadfindergesetz) kann sich nicht damit begnügen, einmal im Leben zwei Wochen lang aus­gebildet worden zu sein und dann davon auszugehen, jeden unserer Brände löschen zu können. Und keinesfalls kann sie auf das innere Band der Feuerwehrleute verzichten, das für uns selbst­ver­ständlich Christus ist, das sich aber auch nach außen hin konkret sehen und erfahren lässt.

Du fragst: „Und wie sieht unser inneres Band konkret aus? Und wie erfahre ich es?“ Ich sage Dir: „Na­türlich nicht bloß – wie bei der gewöhnlichen Feuerwehr Durch Kameradschaftsabende und ge­meinsame „Abenteuer“ – sondern Durch die fünf Etappen eines Roverlebens, mit denen wir Schritt für Schritt Christus ähnlicher werden.

Fünf Etappen? Wer? Was? Wie? Wann? Wo?

Alle Rover des Bundes, die bereits Rover mit Großem Hajk oder Roverpfadfinder sind und nach wie vor regelmäßig Kontakt zur Roverschaft halten, gehören dem deutschlandweiten Bundesclan an, der vom Bundesmeister für Rover geführt wird. Diesem Clan kann sich jeder freiwillig an­schlie­ßen, der mindestens 16 Jahre alt ist und die fünf Etappen des Roverlebens step-by-step durch­laufen will.

Selbstverständlich können sich dem Bundesclan nicht nur Einzelne, sondern auch ganze Rai­der­run­den und – eines Tages – ganze Clans1 anschließen.

Etappe 1 – „Starter“ für eine Nacht

Sobald Du 16 oder 17 Jahre alt bist und gerade Dein letztes Truppsommerlager erlebst, ist der Au­genblick gekommen, Dich auf den Weg zu machen und ein erwachsener Mann zu werden. Bei ei­ner feierlichen Zeremonie am letzten Abend des Lagers ruft Dir Dein Truppchef Deinen gan­zen persönlichen Fortschritt in der Pfadfinderstufe in Erinnerung. (Hoffentlich bis zum Ersten Grad …). Dann werden alle Abzeichen abgetrennt und Du gibst Deine Sippenbänder ab. Wo es üb­lich ist, nimmt Dir der Truppchef auch Dein Stammeshalstuch ab.

Dann gehst Du alleine mit einer brennenden Fackel (Symbol all dessen, was Du als Pfadfinder für Deine Persönlichkeit gelernt und verinnerlicht hast) alleine in die Nacht hinaus und verbringst die­se in völliger Einsamkeit. Diese Nacht markiert einen der wichtigsten Augenblicke in Deinem Le­ben: Jetzt kommt etwas Neues. Die Welt der Erwachsenen rollt auf Dich zu. Sicher bist Du vol­ler Erwartung …

Am nächsten Morgen empfängt Dich Deine Raiderrunde, in der Du die nächsten 9 bis 24 Mo­na­te Deine Heimat finden sollst. Falls es eine solche bei dir nicht gibt, wirst Du von einigen Mit­glie­dern des Bundesclans in Empfang genommen. Nach dem gemeinsamen Morgengebet studierst Du gemeinsam mit ihnen die Einleitung des „Roten Fadens“ (Handbuch für die Raiderzeit im Bun­desclan, das Du anschließend mit nach Hause nimmst). Beim Frühstück erfährst Du das Wichtigste über das Leben der Runde (über ihre Unternehmungen, ihren Dienst, die Technik, auf die sie sich spezialisiert hat, ihre Fahrten und Abenteuer) und die Bedingungen, um „Rai­der­an­wär­ter für die RaiderzeitPLUS“ zu werden, der Du ab deinem ersten Après-Trupp-Frühstück dann bist.

Etappe 2 – „Raideranwärter für die RaiderzeitPLUS“ für drei Monate

Die nächsten 3 Monate bist Du nun Anwärter. Du schaffst alle Voraussetzungen, um bald­mög­lichst in die RaiderzeitPLUS starten zu können. Welche Voraussetzungen meine ich? Nun:

  • Suche Dir einen geistlichen Begleiter: Er ist für Dich da und gibt Dir fortlaufend Ant­wor­ten auf Deine Fragen, die den Glauben und die Moral der katholischen Kirche betreffen. Er hilft Dir, Deine Freundschaft zu Gott zu vertiefen und bringt frischen Wind in Dein Leben aus dem Gebet und den Sakramenten. Selbstverständlich kann er auch Dein Beichtvater sein.

  • Wähle Dir einen Raiderpaten (nicht zu verwechseln mit dem späteren Roverpaten): Dieser ist ein engagierter, erwachsener Christ, der regelmäßig die Sakramente empfängt. Nach Mög­lich­keit hat er selbst eine Laufbahn als Pfadfinder oder Rover absolviert. Entscheidend ist je­doch, dass sein persönliches und familiäres Leben der Lehre der Kirche entspricht, dass er im Be­rufsleben steht und ein Leben in Reinheit führt. Kurzum: ein Mann, der mit beiden Beinen im Leben steht. Er soll Dich bis zum Großen Hajk begleiten und seine Erfahrung in allen Be­lan­gen des Lebens mit Dir teilen. Künftig wirst Du Dich sowohl mit Deinem geistlichen Be­glei­ter als auch Deinem Raiderpaten normalerweise einmal im Monat treffen.

  • Wo es möglich ist, bringst Du Dich auch als Raideranwärter ab dem ersten Moment aktiv in die Unternehmungen Deiner Runde ein. Denn wie in der Sippe bist Du ein wesentlicher vi­ta­ler Bestandteil einer christlichen Gemeinschaft.

  • Nach drei Monaten bekundest Du gegenüber Deinem Rundenassistenten bzw. Clanchef schrift­lich Deinen Willen, die RaiderzeitPLUS zu beginnen. Du vollziehst diesen Schritt aus­schließ­lich aus freiem Willen, in klarem Bewusstsein und in eigener Verantwortung – da­her schriftlich.

Es braucht so wenig, um aus anständigen Leuten Heilige zu machen. Eine noch größere Gottesliebe, eine noch tie­fere Demut vor seinem Willen, ein wenig mehr Opfersinn und Vervollkommnung der kleinsten täglichen Pflichten. Das ist alles.“ (Guy de Larigaudie)

Etappe 3 – „Raider in der RaiderzeitPLUS“ für sechs bis 21 Monate

Als Raideranwärter hast Du mit Hilfe des Rundenassistenten oder des Clanchefs Deinen geist­li­chen Begleiter und Deinen Raiderpaten gewählt und damit gezeigt, dass Du es ernst meint: Du willst wirklich. Daher wirst Du in die Runde bzw. den Clan aufgenommen und empfängst das brau­ne Halstuch (Braun ist das Zeichen der Demut und des Dienens; denke nur an das braune Ge­wand des Hl. Franziskus!) sowie die silberne Jakobsmuschel als Zeichen Deiner Bereitschaft, die Rai­der­zeitPLUS zu absolvieren, und Deiner Zugehörigkeit zum Bundesclan. Mit anderen Worten: Die silberne Muschel zeigt allen, dass Du Dich auf einen fordernden, aber lohnenden Weg ge­macht hat.

  • Du triffst Dich weiterhin monatlich mit Deinem geistlichen Begleiter und Deinem Rai­der­pa­ten.

  • Du nimmst, soweit es die räumliche Entfernung zu seiner Runde zulässt, regelmäßig an de­ren Treffen und Unternehmungen teil. Die Runde trifft sich in der Regel einmal im Monat von Freitag bis Sonntag: Dabei geht sie auf Wanderung, führt ihren Dienst (z. B. Betreuung im Be­hindertenheim) aus, übt sich in ihrer Technik (z. B. Höhlenforschung, Kajakfahren …) und be­arbeitet ein Thema, das ihren Raidern unter den Nägeln brennt (z. B. Keuschheit vor und in der Ehe, Genforschung, Auslöffeln der 68er-Suppe, Waschlappen oder Mann, …).

  • In jedem Fall bist Du bei der Sommerfahrt Deiner Runde oder des Bundesclans dabei.

  • Du nimmst auch mindestens einmal an einem internationalen Roverschaftstreffen teil (Vé­ze­lay / Frankreich mit 1500 Raidern in einer starken Atmosphäre oder Swiety Krzyz / Polen, wo­hin alle polnischen Raider und Rover kommen).

Alles entscheidend ist jedoch, dass Du erkennbare Fortschritte in den fünf Zielen des Pfad­fin­der­tums macht: Gesundheit, Konkretheit (gesunder Menschenverstand), Charakter, Dienst­be­reit­schaft und Glaube. Deine Garanten und Zeugen hierfür sind der geistliche Begleiter und der Rai­der­pate.

Folgende Mittel helfen Dir u. a. dabei:

  • Der „Der Rote Faden“ und die „Stille Zeit“ (innerliches Rüsten für den Alltag),

  • ein „Raidertagebuch“ (zur persönlichen Nachvollziehbarkeit Deiner Fortschritte in allen fünf Zielen),

  • die Vertiefung der Frage nach dem Beruf und der Berufung mit dem geistlichen Begleiter und dem Raiderpaten (Welche Berufsrichtung? Um des Himmelsreiches Willen ehelos blei­ben oder die Freuden und Leiden von Ehe und Familie erleben …?)

Wenn Du Deine RaiderzeitPLUS ernst nimmst, bist Du nach sechs bis 21 Monaten „reif“ für den „Großen Hajk“. Sobald Du mindestens 18 Jahre alt bist und Dein Raiderpate, Dein geist­li­cher Begleiter und ggf. Dein Rundenassistent dem Clanchef Deine Fortschritte in den fünf Zielen des Pfadfindertums bestätigt haben, ist es soweit.

Du legst dem Clanchef in einem persönlichen Gespräch die Fortschritte in Deiner Raiderzeit dar und bekundest schriftlich Deinen Willen, auf den „Großen Hajk“ zu gehen.

Wenn Du so willst, handelt es sich hierbei um die Königin aller Erprobungen eines Pfadfinders bzw. Raiders. Bei der dreitägigen Alleinwanderung des „Großen Hajks“ schaust Du noch einmal zu­rück auf Dein bisheriges Leben in der RaiderzeitPLUS und stellst die Weichen für Deine Zu­kunft.

Es ist ebenso schön, um der Liebe Gottes willen Kartoffeln zu schälen wie Kathedralen zu bauen.“
(Guy de Larigaudie)

Etappe 4 – „Rover“ nach Großem Hajk für drei Jahre

Bei der an den Hajk anschließenden Roververpflichtung entscheidest Du Dich als angehender Ro­ver für einen dreijährigen Dienst. Damit übernimmst Du eine Mission. Du verschenkst Dich um der Liebe Christi willen an die Menschen, für die Du Verantwortung übernimmst. Dies kannst Du als Pfadfinder-, Wölflings- oder Raiderführer tun oder in sonst einem guten kirch­li­chen oder sozialen Werk.

NB: Weißt Du eigentlich, in wie viel verschiedenen Organisationen, Bewegungen, Apostolaten und selbstverständlich Ordensgemeinschafen und Diözesen unserer heiligen Mutter Kirche die Ro­ver der KPE inzwischen dienen? Hinzu kommt, dass in immer mehr Unternehmen, Schulen und Behörden Rover der KPE gewissenhafte Arbeit leisten zum Wohle der ihnen anvertrauten Mitarbeiter und Kunden, und zur Zufriedenheit ihres Arbeitgebers? Weißt Du, dass unsere Rover mitunter von ihren Vorgesetzten und Kollegen gefragt werden, worin eigentlich ihr „Geheimnis“ besteht?

Ab jetzt gehörst Du dazu! Jetzt bist Du ein Mann! Als solcher trägst Du das rote Ja­ko­bus­kreuz über Deinem Herzen und nennst Dich „Rover“. Herzlichen Glückwunsch!

War’s das?

Natürlich nicht! Bald schon suchst Du Dir einen Roverpaten (einen RoverScout (RS); nicht zu ver­wechseln mit dem Raiderpaten) und bereitest Dich mit ihm und Deinem geistlichen Begleiter auf die nächste große Entscheidung vor …

Unser Leben ist nur eine Folge unbedeutender Taten, die zu Gott empor getragen aber unsere Ewigkeit formen.“ (Guy de Larigaudie)

Etappe 5 – „Roverpfadfinder“ für immer

Vielleicht warst Du einmal Wölfling, vielleicht einmal Pfadfinder. Jetzt aber bist Du ein junger Mann von mindestens 21 Jahren.

  • Noch einmal willst Du einen Pflock in Deinem Leben einschlagen.

  • Du willst nicht Sklave Deiner Launen und Irrtümer des Tages sein.

  • Du willst Dich nicht an die Scheinwelt unserer sogenannten westlichen Kultur angleichen.

  • Du willst nicht über das Elend unserer Welt hinwegsehen. Nein!

  • Du willst Dich an die anderen verschenken.

  • Du willst leidenschaftlich die Wahrheit lieben.

  • Und Du wirst Dein Leben als eine Mission betrachten, für das Reich Christi zu arbeiten.

Du stellst Dich dem Roveraufbruch und empfängst:

  • den „gegabelten Stock, Bild der Treue zum empfangenen Erbe und der Offenheit des Her­zens“;

  • das „Beil, Symbol des Willens, der ihm einen Weg Durch die Schwierigkeiten hindurch er­öff­nen wird“;

  • die silbernen Buchstaben RS, „die allen zeigen werden, dass Du Roverpfadfinder der Ka­tho­lischen Pfadfinderschaft Europas bist“.

Dieses Dein Männerwort wird Dich Dein Leben lang begleiten, um im Geist der acht Se­lig­prei­sun­gen am Gottesreich mitzuarbeiten.

Die Welt, in der wir leben, ist nicht nach unserem Maß. Und unser Herz will manchmal fast zerspringen vor lauter Heimweh nach dem Himmel.“ (Guy de Larigaudie)

Ich beglückwünsche Dich, denn Du hast eine viertel Stunde investiert und die Ge­le­gen­heit beim Schopfe gegriffen, meinen Brief bis zum Ende zu lesen.

  • Sicherlich geht es Dir jetzt wie mir: Auf der einen Seite kribbelt es Dich in den Fingern, so­fort „Ja“ zu sagen und Dich mit den Aberdutzenden von Raidern und Rovern in Europa auf den Weg zu machen!

  • Aber Vorsicht: „Dein Ja sei ein Ja und Dein Nein sei ein Nein.“ Sei also nicht leichtfertig, son­dern denke in Ruhe über die Sache nach. Ich empfehle Dir, in der Zwischenzeit die vier Evan­gelien auf das Wort „vielleicht“ hin durchzulesen. Was schätzt Du, wie oft dieses Wort da­rin vorkommt? – Jede richtige Einsendung erhält einen Preis!

  • OK, Du wirst sagen: „Ich lasse mich nicht austricksen! Ich sage einfach: „RaiderzeitPLUS? Cool, mache ich, wenn ich Zeit habe.“  Mit dieser Entscheidung bist Du nicht alleine, wie Du bei Lk 14,16-24 nachlesen kannst …

  • Ich mache Dir einen anderen Vorschlag: Sage mir frei von der Leber weg, was Dich an der Rai­derzeitPLUS begeistert, teile mir mit, was Dich abschreckt. Das einzige, was ich nicht ak­zep­tieren kann, ist, weder ein „Ja“ noch ein „Nein“ von Dir zu erhalten.


Ich erbitte für Dich den Geist Gottes. Möge er Dein Gewissen erleuchten, dass Du Dich für das Reich Gottes entscheidest und Dich an den Start der Ersten Etappe begibst!

Herzlich Gut Pfad!

1 Ein Clan besteht aus mehreren Runden.

 

Kastlversion:

 Gegenüberstellung von bisheriger und geplanter Roverlaufbahn

 

Idealer Werdegang

Üblicher Werdegang

Austritt aus dem Trupp ab 16 Jahren

Runde ist nicht anwesend.
Brief vom Truppfeldmeister mit der Aufgabenstellung für den Abend und einer Zusammenfassung des persönlichen Fortschritts des Pfadfinders in der Pfadfinderstufe (persönlicher gehalten). In allgemeinerer Form gibt dies der Feldmeister auch vor dem ganzen Trupp wieder. Darüber hinaus soll auf die Raiderzeit neugierig gemacht werden.

Pf. geht mit brennender Fackel, nächtigt alleine, wird am Morgen von der Runde (wenn keine vorhanden, von 2 Raidern, die in unserem Sinne arbeiten) empfangen.

Morgengebet, Einleitung Roter Faden lesen, Leben der Runde schildern, Bedingungen für die Anwärterstatus.

Austritt aus dem Trupp zwischen 17 und 20

Wer das Ideal nicht leben will, läuft einfach in einer Runde mit, oder besucht nur sporadisch die Großveranstaltungen.

 

Anwärter 3 Mon.

In diesen drei Monaten sucht sich der Raider:

- einen geistlicher Begleiter,

- einen Paten, der ihn bis zum Großen Hajk begleitet,

- und nimmt mit Eifer an den Treffen der Runde teil.

Ob der Anwärter in dieser Zeit ohne Halstuch leben soll, entscheidet der Rovermeister.

Nach den drei Monaten stellt der Anwärter schriftlich den Antrag auf Eintritt in die Runde, da es sich um einen bewussten Willensakt handeln soll.

 

Raider "PLUS" 6 – 21 Mon.

Beim Eintritt in die Runde (er kann nach einer selbst gestalteten Zeremonie s. Anhang erfolgen) bekommt der Raider das braune Halstuch und die Pilger-Muschel als Abzeichen.

Der Raider trifft sich regelmäßig mit seinem Paten und seinem Geistlichem Begleiter. Er nimmt entsprechend der Entfernung von der Runde regelmäßig an deren Treffen teil, die im Wesentlichen aus einem monatlichen Wochenende mit den Elementen Thema, Dienst und Technik bestehen.

Die Themen bei den Treffen sind identisch mit denen der Lebensschule.

Der Raider muss zusammen mit Pate, Geistlichem Begleiter und Raiderassistent Fortschritte in den 5 Zielen des Pfadfindertums machen, wie sie im Roten Faden wiedergegeben sind.

Raider

Wahrscheinlich bekommt er zwischen Tür und Angel das braune Halstuch.

Wenigstens sollte ihm der Rote Faden überreicht werden.

 

Zulassung zum Großen Hajk mind. 18 Jahre

Pate, Geistlicher Begleiter und Raiderassistent empfehlen den Raider.

Im Gespräch mit dem Rovermeister, für das dem Raider seine Aufzeichnungen über durchgeführte Aktivitäten als Grundlage dienen, soll erkennbar werden, dass der Raider in seiner Raiderzeit Fortschritte in den 5 Zielen gemacht hat.


Rover 3 Jahre

Roververpflichtung nach dem Großen Hajk wie im Zeremoniell. Dabei erhält der Rover das Jakobuskreuz.

Er verpflichtet sich zum Dienst. Er sucht sich einen Roverpaten und arbeitet mit ihm und dem Geistlichen Begleiter kontinuierlich an sich.

Nach dreijährigem Dienst kann der Aufbruch erfolgen.

 

Rover 5 Jahre

Roververpflichtung ohne Großen Hajk wie im Zeremoniell.

Der Rover verpflichtet sich zum Dienst.


Nach 5 Jahren kann der Aufbruch erfolgen.
Spätestens 6 Monate vor dem Roveraufbruch beginnt er zusammen mit dem Geistlichen Begleiter und dem Roverpaten die engere Vorbereitung.

Roveraufbruch

Zulassungsbedingungen siehe Text aus Frankreich „Roveraufbruch“


Roverscout (Roverpfadfinder) mind. 21 Jahre

Silbernes RS-Abzeichen, 3-farbige Bänder, gegabelter Stock, Beil (s. Zeremoniell),
Jakobuskreuz darf auf den Bändern getragen werden.

Roveraufbruch

Zulassungsbedingungen siehe Text aus Frankreich „Roveraufbruch“


Roverscout (Roverpfadfinder) mind. 21 Jahre

Silbernes RS-Abzeichen, 3-farbige Bänder, gegabelter Stock, Beil (s. Zeremoniell).

 

 

 

Und damit der Übertritt in die Roverstufe nicht so sang- und klanglos verläuft, ein Vorschlag:

Übertritt vom Trupp in die Runde

(nicht verpflichtend, Vorschlag aber an RaiderPLUS ausgerichtet).

Vorteil bei Übertritt mit 18 Jahren und älter (= bisherige Situation):
-Raider ist volljährig, braucht nicht mehr die Einwilligung der Eltern.
- Abenteuer kann jetzt voll gelebt werden (Kajak, Höhlen, Klettern, Trampen...).

Vorteil bei Übertritt unter 18 Jahren:
- Raider bleiben noch 1-2 Jahre bis Schulabschluss am Ort,
- können eher aus dem Trupp in die Runde hinüber gerettet werden (bei Ortswechsel zum
  Studium verlieren Raider oft Interesse an KPE).
- R kann eher in Gruppenarbeit eingebunden werden, da räumliche Nähe zum Trupp

Aktuelle Situation ist unbefriedigend da:
- braunes Halstuch oft ohne Zeremonie zwischen Tür u Angel gegeben wird;
- keine Zeremonie stattfindet: Zeremonien aber gerade in unserer sterilen Welt wichtig sind;
- im (nicht verbindliche) Zermoniell der KPE eigentlich nur eine Verabschiedung aus dem
 
Trupp vorgesehen ist.

1. Verabschiedung aus dem Trupp (abends):
- Schilderung des Weges als Pfadfinder (Lager, Grade, Fähigkeitsabzeichen, besonderer
Fähigkeiten u
  Leistungen...)
- Sippenabzeichen abgeben,
- Alle Abzeichen abtrennen,
- Stammeshalstuch wird abgenommen,
- Kandidat geht mit einer brennenden Fackel (Symbol dessen, was er in seiner
Persönlichkeit durch
  das Pfadfindertum geworden ist) alleine in die Nacht hinaus,
- er lagert alleine an einem ihm bezeichneten Platz (bei mehreren Kandidaten Abstand ca
  Sichtweite); die Runde lagert etwas außer Sichtweite.

2. Beginn der Probezeit:
- Am nächsten Morgen trifft der Kandidat die Runde zum Morgengebet mit anschlie
ßendem Frühstück,
- der Rote Faden wird ihm übergeben (eventuell zusammen die Einführung lesen)
- die Bedingungen für den Eintritt in die Runde werden bekannt gegeben:

a) 3 Monate Probezeit = Zeit , die Runde kennen zu lernen
                                           sich einen Raiderpaten zu suchen,
                                           sich einen Geistlichen Begleiter zu suchen,

b) mindestens 1x pro Monat an einer Rundenveranstaltung teilnehmen

c) den Roten Faden durcharbeiten und danach leben zu wollen.

- anschließend Rundenwanderung.


3. Aufnahme in die Runde:

Kandidat (volle Wanderausrüstung) wird mit verbundenen Augen irgendwo ausgesetzt (in einer Karte ist Treffpunkt eingezeichnet, oder nur Marschzahl und Distanz angeben...) vgl. Symbolik: Du musst jetzt deinen Standpunkt und Weg alleine finden.
Die Runde hat am Treffpunkt vorbereitet: Zelt, Feuer, Teezeremonie oä.
Kandidat trifft ein, Runde steht im Kreis, im Kreis das gesenkte
Banner, li u re Fackeln, RM steht hinter dem Banner im Kreis, Kandidat tritt von außerhalb des Kreises auf das Banner zu.
Runde singt „gehaltvolles“ Lied (z.B. „Schließ Aug u Ohr“).
-RM:

XY Du warst die letzten 3 Monate bei unseren Unternehmungen dabei und hast die Runde kennengelernt und hast dir einen Geistlichen Begleiter und Raiderpaten gesucht...

....den Roten Faden durchgearbeitet.“

Im Einzelnen können jetzt aus den Aufgabengebieten, die im RF behandelt sind, einzelne aufgezählt werden; solche, bei denen der Kandidat besondere Anstrengung an den Tag legen muss o.ä.. individuell anpassen:

z.B.: “Bist Du bereit, täglich den Angelus zu beten im Bewusstsein, dass sich Tausende Deiner Brüder diesem Gebet anschließen?

Bist Du bereit die Stille Zeit zu halten?

Bist Du bereit regelmäßig an den Unternehmungen der Runde teil zu nehmen und die Rundenveranstaltungen in Deiner Prioritätenliste an eine der ersten Plätze zu stellen?

Bist Du bereit Dir einen Dienst in der .........-führung zu suchen...?

Unabdingbar ist jedoch die folgende Frage:

Bist Du bereit nach Abschluss Deiner Raiderzeit den Großen Hajk zu gehen und die Roververpflichtung abzulegen?

Bist Du danach bereit, Anstrengungen zu unternehmen, um den Rover-Aufbruch zu wagen ?“

Kandidat: „Ich bin bereit!“

RM: „XY, da Du unsere Bedingungen annimmst, nehmen wir Dich in die Runde auf.“

- streift ihm das braune Halstuch über,
- grüßt den Kandidaten über das Banner hinweg.
Das Banner hebt sich, Kandidat geht in den Kreis der Runde und reiht sich ein.
Besinnliches Lied


 

 
Im Folgenden Hilfen, um dein Leben in die Hand nehmen zu können (oder willst du verplant und kopflos in die kommende Zeit stolpern?):
 
Beispiel für einen
 Raider-Jahresplan


2009

9

10

11

12

1

2

3

4

5

6

7

8

BRT

 

 

 

 

 

 

 

 

21.-24.

 

 

 

Scout-Akademie

 

 

 

 

 

13.-15.

 

 

 

 

 

 

Sommerfahrt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1.-14.

Ordner beim Singewettstreit

 

 

 

 

 

30.

 

 

 

 

 

 

Vezelay

 

30. -

1.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stufentreffen

 

 

 

 

 

 

22.

 

 

 

 

 

Adventfeier Seniorenheim

 

 

 

6.

 

 

 

 

 

 

 

 

Exerzitien

 

 

 

 

 

 

9.-15.

 

 

 

 

 

Lawinenkurs

 

 

 

 

17.

 

 

 

 

 

 

 

usw.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu Beginn des Pfadfinderjahres trägst du (kann auch in der Runde gemacht werden), die Bundes-, Landes-, Stammes-, und Rundentermine ein (Kästchen schwach mit eine Farbe hinterlegen).

Diese Termine sollen in reiflicher Überlegung eingetragen werden: „ Ja ich entscheide mich ganz bewußt am Anfang des PFJahres dafür, diese Aktion mit zu machen. Also nicht kurz vor einer Veranstaltung „spontan“ entscheiden.
Plan an einer Stelle anbringen, wo er täglich wahrgenommen wird (z.B. Spiegel, Schreibtisch...).

 

Beispiel für einen

Monatsplan:


Januar 2009

1

2

3

4

5

6

7

8

9

Summe am Monatsende

6.00 aufstehen

I

I

0

I

I

I

0

0

 

 

Frühsport

I

I

I

0

I

I

0

0

 

 

Stille Zeit, 6.20-6.35

I

I

I

0

I

I

0

I

 

 

Angelus um 12.00

I

I

/

/

0

I

0

I

 

 

bei Kritik gelassen bleiben

/

/

/

I

II

/

0

II

 

 

ausreden lassen, bevor ich etwas sage

II

I

III

0

/

/

II

I

 

 

10 min Kompendium lesen

0

I

I

I

0

I

0

I

 

 

Oma besuchen

xI

 

 

 

 

 

 

x0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

usw.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Plan kann sowohl für „weltliche“ wie für geistliche Weiterentwicklung eingesetzt werden.
Wo habe ich den größten Nachholbedarf was die 5 Ziele der pfadfinderischen Erziehung betrifft?
Wo sehe ich meine größten Schwächen, meine dicksten Sünden?
Plan eignet sich (natürlich nur ausgefüllt) zur Beichtvorbereitung.
Ganz konkret vornehmen: z.B Ich höre meiner Mutter zu, auch wenn ich gerade Zeitung lese.
Selbstverständlich werden nur Schwierigkeiten als Aufgabe gewählt und keine Selbstverständlichkeiten.

x = nehme ich mir vor
I = Aufgabe erfüllt (oder:III = 3 mal erfüllt)
0 = Aufgabe nicht erfüllt
/ = keine Gelegenheit dazu

Plan an einer Stelle anbringen, die täglich öfter eingesehen wird (am Spiegel über dem Waschbecken, oder am Computer...).
Am Morgen anschauen, Tagesvorsatz mit ins Morgengebet nehmen.
Am Abend als Gewissenserforschung die „Taten“ eintragen.
Am Monatsende Summe bilden. Im Vergleich mehrerer Monate solltest du dann deinen Fortschritt sehen (kannst du ja als Balken- oder Kurvendiagramm darstellen).

 

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 09. November 2009 um 18:46 Uhr