Roverschaft

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Vorbilder

E-Mail Drucken PDF

Patrone der Roverstufe:

Hl Jakobus (der Ältere):
Sohn des Zebedäus, Bruder des Johannes, "Boanerges" = Donnersohn (Mk 3,17), gehört zum innersten Kreis um Jesus (s. Verklärung, Ölberg). Als erster der Apostel ca. 45 n. Chr. den Märtyrertod erlitten. Sein Grab in Santiago de Compostella (Spanien) ist das Ziel der Pilger auf dem Jakobsweg (Route Saint Jaques, Camino de Santiago), des Europa verbindenden Pilgerweges.

Hl Paulus
Das Paulusjahr ist zwar zu Ende, aber lest doch mal in seinen Briefen: Ich wette, da werdet ihr so manchen geistigen Schatz heben.           www.Paulusjahr.info.

 

Vorbilder:

Marcel Callo
geb. 1921 in Rennes (Bretagne), Pfadfinder, im Alter von 13 Jahren am Beginn seiner Druckerlehre Eintritt in die Christliche Arbeiterjugend (CAJ). Während der deutschen Besatzung hilft er bei der Bahnhofsmission Menschen, um in den unbesetztenTeil Frankreichs zu kommen. 1943 von der Deutschen Besatzungsmacht zur Zwangsarbeit verpflichtet. Statt zu fliehen sagt er: " Ich gehe nach Deutschland, um den anderen zu helfen durchzuhalten. Ich gehe als Missionar." Bis April 1944 in einer Waffenfabrik in Zella-Mehlis eingesetzt, sammelt er deportierte Landsleute zum Gottesdienst, wurde für sie Krankenpfleger, Chorleiter und Verkünder des Wortes Gottes. Wegen seines christlichen Engagementes von der Gestapo verhaftet, später in Konzentrationslager Mauthausen gebracht, starb er am 19.3.1945.
1987 von Papst Joh. -Paul ii. selig gesprochen.
"Wir sind oft schlechte Werkzeuge in den Händen Gottes, weil wir schlechte Gewohnheiten, schlechte Neigungen haben. Wir werden gute Werkzeuge der Gemeinschaft, gute Bauleute der 'Neuen Stadt', wenn wir CHRISTUS in die Mitte unseres Lebens stellen. Nehmen wir CHRISTUS also in unser ganzes Leben hinein, in alle unsere Handlungen; denn in dem Maß, in dem wir IHN mitten hineinstellen in unser Leben, wirken wir für das Wohl der Gemeinschaft."  Marcel Callo, Zeuge des Glaubens und der Versöhnung, Franz-Sales-Verlag

 

Guy de Larigaudie
geb. 1908 in Paris, gefallen 1940 an der luxemburgischen Grenze.
Pfadfinder, Schriftsteller, Abenteurer Gottes.
" Paris-Saigon: Zwölftausend Kilometer Luftlinie. Die Postschiffe der Messageries Maritimes machen die Fahrt in dreiundzwanzig Tagen. Die Flugzeuge der Air-France brachen eiiiine Woche. Die Langstreckenflugzeiuge kaum sechzig Stunden.
Wir haben im Automobil sieben Monate gebraucht.- Es ist schon wiederholt versucht worden, die Strecke im Auto zu bewältigen, doch ist dies nur mit Einschiffung von Kalkutta bis Saigon gelungen. Unser Ehrgeiz war, den ganzen Weg zu Lande zurückzulegen.
Warum?                                                       Einfach aus Freude am Abenteuer."
                             
 geschrieben 1938, in " Straße der Abenteuer".
"Suche tapfer das Abenteuer und die Freude im Herzen, aber wenn die Stunde gekommen ist und es gilt, sich dem einzigen wirklichen Abenteuer zu stellen, nämlich der totalen Hingabe an Gott, dann sag Ja."

 

Karl Leisner
geb. 28.2.1915 in Rees/Niederrhein, gest.12.8.1945 in Planegg bei München. 1996 selig gespr.
Karls gesamte Jugend-und Studien(!)-zeit war geprägt vom Gruppenleben. Seiner Aufgabe als Bezirksjungschar und später als Diözesanjungscharführer fühlte er sich sogar noch im KZ verpflichtet. Da ihm die Jungen in den Gruppen über alles wichtig waren, wurde mit "zu viel Vertrauen auf den Heiligen Geist... das Studium so nebenbei geschmissen."
"Christus ist meine große Leidenschaft geworden, die Sehnsucht und Kraft meines jungen Kampfes."

 

 

Sel. Pier Giorgio Frassati

Pier Giorgio wurde am 4. Juli 1901 als Kind vermögender Eltern in Turin geboren. Bereits 1925 starb er an einer Rückenmarkserkrankung, wenige Tage vor seiner Promotion zum Ingenieur. In diesen 24 Jahren vollzog sich sein wunderbares Leben.Die religiöse Erziehung im Elternhaus vertiefte Gott selber, indem er den Jungen immer mehr in eine geistige Tiefe führte. Giorgio war ein klarer schlichter Mensch. Mit ungezählten Hilfsorganisationen organisierte er bereits als junger Mensch Kreuzzüge gegen Hunger und Not. Zugleich war er aber allem Modernen aufgeschlossen.Er galt als einer der erfahrensten Bergsteiger, und steuerte bereits damals Autos wie ein Rennfahrer. Man nannte ihn einen der vielseitigsten Sportler, einen der besten Organisatoren des katholischen Jugend- und Studentenlebens, und einen der strengsten Gläubigen. So wurde er zum Typus des modernen jugendlichen Christen unserer Tag.

 

 

Stephan Kaszap (1916 – 1935)

Stephan ist der Sohn eines ungarischen Vaters und einer deutschen Mutter. Das Kind eines Beamten ist ein Hitzkopf. Wenn es mit seinen Geschwistern streitet, wirft es ihnen nach, was ihm gerade in die Hände fällt.

Als Gymnasiast ist er anfänglich ein mittelmäßiger Schüler. Abenteuergeschichten sind ihm lieber als ernstes Studium. Dafür bewundern ihn seine Kameraden als glänzenden Sportler.

Pfadfinder und Mitglied in einer marianischen Kongregation geworden, beginnt Stephan mit 17 Jahren eine ernste Selbsterziehung. Genaue Pflichterfüllung und apostolischer Einsatz sind ihm selbstverständlich. Das Kämpferische des Jesuitenordens zieht ihn an. In den 30tägigen Exerzitien geht ihm eine neue Welt auf. Er macht sein „ganzes Leben zu einem fortwährenden Ja zu Gottes Willen.“ Er will „mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mich selber vergessend“, Gott dienen „durch Liebe und Leiden“.

Stephan bietet sich als Opfer für die Sünder an. Er fühlt sein Opfer angenommen; denn nach kurzer Zeit befällt ihn eine unbekannte schmerzvolle Krankheit. Ärztliche Kunst erweist sich als ohnmächtig. Eiternde Wunden und Geschwüre bedecken den Körper. Heldenmütig erträgt Stephan schwere Operationen und schmerzvolle Behandlungen. Aber die Blutvergiftung ist nicht mehr aufzuhalten.

In seinen Leiden betet Stephan täglich das „Te Deum“. Doch seine bitterste Stunde kommt erst. Mit aufgeschnittenem Hals liegt er da und kann nicht sprechen. Er bittet schriftlich um die Sterbesakramente. Aber die Pflegerin hält das noch nicht für so dringlich. So wird ihm die Krnakensalbung erst zuteil, als er schon bewußtlos ist. In der Hand aber hält er einen Zettel: „Weinet nicht, dies ist mein Geburtstag für den Himmel.“

Im Internet viele Artikel, Seligsprechungsprozess eingeleitet.

 

P. Michael Pro, SJ

starb mit 36 Jahren am 23.November 1927 im Kugelhagel des Hinrichtungskommendos mit dem Ruf: "Viva Christo Rey!" (Es lebe Christus der König).
Am 25. September 1988 von Joh. Paul II. selig gesprochen.
Ein Beispiel aus seiner gefährlichen und mutigen Seelsorge der 20iger Jahre der mexikanischen Chistenverfolgung:

"Wie schon oft hatte er eine Gruppe von Gläubigen zu einer Messe in ein Privathaus bestellt. Als er näher kam, sah er zu seinem Schrecken vor der Haustür zwei Posten mit aufgepflanztem Seitengewehr. Hatte ihn jemand verpfiffen? Es war wohl klüger umzukehren. Aber dann schien ihm, er dürfe seine Schäfchen nicht im Stich lassen. Wie ihm bekannt war trugen die Kriminalbeamten in Mexiko ihre Kennmarken am Hosenträger. Kurz entschlossen ging er auf das Haus zu, inspizierte es sorgfältig von allen Seiten, machte sich Notizen und näherte sich den Posten. Hierbei lupfte er ein wenig den Rock, ließ die Schnalle seiner Hosenträger aufblitzen und bemerkte zu den Polizisten: 'Da sitzt eine Maus in der Falle.' Die Wirkung war umwerfend. Die Polizisten salutierten Stramm und ließen ihn passieren. Lässig legte er die Finger an die Hutkrempe und ging zur Gemeinde, die ihn schon ängstlich erwartete. Angesichts des Paters gerieten sie völlig aus dem Häuschen. ....P.Pro meint, jetzt sei die günstigste Zeit für die Hl Messe, da die Posten unten für sie Wache hielten. Aber die guten Leutchen waren zu aufgeregt. Es war nichts zu machen. Schweren Herzens verließ Michael wieder das Haus...Wieder grüßten die Polizisten militärisch. Lässig erwiderte er den Gruß..."
Lothar Groppe, P. Michael Pro. Ein mexikanischer Schlingel wird Priester und Märtyrer. ²1989Freundeskreis Marias Goretti, München. S. 95 f.

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 03. Mai 2010 um 16:33 Uhr